Werkstätten sind eingeladen, das Projekt in die Breite zu tragen

Mehr als 50 Teilnehmer:innen waren der Einladung des Konsortiums des Projekts Autowerkstatt 4.0 zur ersten virtuellen Informationsveranstaltung gefolgt. Im Fokus: Die Vorstellung der acht Konsortialpartner und deren gemeinsame Ziele sowie Kooperationsmöglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).

Werkstätten sind eingeladen, das Projekt in die Breite zu tragen

Von Ralf Schädel, IT-Redakteur und Projektmanager Cloud Services und Gaia-X bei eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

Moderator Dr. Jan Hendrik Schoenke von der LMIS AG kam nach einer kurzen Begrüßung der mehr als 50 Teilnehmer:innen zur ersten öffentlichen Informationsveranstaltung des Förderprojekts Autowerkstatt 4.0 (AW 4.0) gleich zum Punkt: „Uns erwarten heute drei Stunden voller spannender Inhalte.“ Neben einer Vorstellung der einzelnen Konsortialpartner und deren Rolle innerhalb des Projekts, konnten sich die Veranstaltungsteilnehmer:innen auf eine detaillierte Projektvorstellung mit den Möglichkeiten einer Zusammenarbeit sowie eine „Question & Answer“-Session freuen.

Die acht Konsortialpartner im Fokus

Die Vorstellungsrunde eröffnete der Mess-Hardware-Lieferant Auto Intern, es folgten der Zertifizierungsspezialist Dekra Digital, die führende und wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), der eco Verband der Internetwirtschaft, die forschungsstarke Hochschule Osnabrück, die LMIS als Konsortialführer und Gaia-X-Mitglied, die Forschungsexpert:innen in Sachen human- und datengetriebener Prozessgestaltung der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) und last but not least die Reifen- und Autoservice-Fachleute von Vergölst.

Gaia-X weckt großes Interesse

Auf Interesse stieß bei den Teilnehmer:innen der in den Vorträgen erwähnte Einsatz von Explainable AI (XAI) und der Vorteil, der sich aus dieser Methodik für Anwender:innen ergibt.Schoenke: „Wir wollen keine Abhängigkeiten schaffen, sondern Haltung und Werte wie bei Gaia-X und einer digitalen Souveränität mit Autowerkstatt 4.0 transportieren.“ Das Konsortium wolle die Digitalisierung zwar voranbringen und KI in die Breite tragen – KI dürfe aber nicht dazu führen, unmündig zu werden. Daher muss KI auf verschiedenen Ebenen erklärbar sein.

Einfluss von Gaia-X auf AW 4.0

Auch über die Implementierung von Gaia-X Federation Services (GXFS) wollten die Zuhörer:innen mehr erfahren: Inwieweit beispielweise die Datentransferkomponente Eclipse DataSpace Connector (EDC) im Projekt AW4.0 verwendet wird. Eine Frage, die das Projekt nach Schoenke schon seit Auftakt des Förderwettbewerbs beschäftigt: „Gaia-X bietet unterschiedliche Technologien, die diskutiert werden oder teils schon vorhanden sind. Für unseren Projektverlauf ist es von Vorteil, dass diese Technologien schon auf den Weg gebracht sind.“ Welche Technologien AW 4.0 letztlich weiterbringen, wollte der Projektverantwortliche aber zu diesem Zeitpunkt ungern preisgeben und mögliche Ergebnisse vorwegnehmen. Das wichtigste Ziel: Die Interoperabilität auf Informationsebene, um verschiedene Datenräume miteinander zu verbinden und skalierbare Effekte der Digitalisierung zu erzielen.

Viele Teilnehmer:innen sind das A und O

Mehr Informationen benötigten die assoziierten Partner über die Bedeutung der Außenwirkung von AW 4.0 und der mitwirkenden Werkstätten: Für Schoenke ein eindeutiger Fall: „Je mehr Unterstützung das Leuchtturmprojekt bekommt, desto einfacher wird es sein, die Daten zu sammeln. Entsprechend besser wird die entwickelte KI und die darauf aufgebaute Diagnose.“ Genau die Breitenwirkung und Skalierung, die gemeinsam mit der THGA erzielt werden soll, sei der Grund dafür, dass alle interessierten Werkstätten herzlich eingeladen sind, mitzumachen! Selbst, wenn mehr als die 200 zur Verfügung stehenden Diagnosegeräte erforderlich seien, gäbe es einen Plan.

Kooperationsmöglichkeiten und Ansprechpartner:innen

Der existiert auch für die Vernetzung: Ein Partnermanagement bestehend aus den Kontaktpersonen Juan Hahn (Hahn Network) für die Automotive Branche, Hauke Timmermann (eco) für IT-Branche und Yannick Bartholomäus (LMIS) für die Projektvernetzung steht Interessierten aus dem Automotive-Bereich, KI-Entwicklern, Messsystemherstellern und IT-Dienstleistern zur Verfügung.

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